Jetzt ham wa den Salat!

Satirische Texte und Lieder von und mit Wolfgang Reuter

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Mein Traum vom Pferd
Wir Mädels sind auf Pferdchen scharf.
Wir träumen gern von Pferden.
Wenn ich mal größer bin, dann darf
ich Pferdepfleger werden.
Das hat vor ein paar Wochen
mir Mutti fest versprochen.

Das Pferd ist wohl das schönste Tier,
das wir auf Erden haben.
Sein Fell ist weich wie Samtpapier
und glänzt so schön beim Traben.
Ich sag euch unverhohlen:
Ich wär so gern ein Fohlen!

Ich find den stolzen Kopf so schön,
die lange, dichte Mähne.
Und wenn es wiehert, kann man sehn:
Wie Perlen strahl’n die Zähne.
Will ich dem Pferd was flüstern,
dann bläht es seine Nüstern.

Wie gerne wär ich selbst ein Pferd!
Ich könnte täglich grasen
bei meinen Schwestern, unbeschwert,
auf sattem, grünem Rasen.
Und drohte mir ein Reiter,
dann lief ich einfach weiter.

Doch würde mir ein grober Knecht
beim Striegeln Haar ausreißen,
dann ginge es ihm aber schlecht,
dann würde ich ihn beißen.
Auch mit den Hufen wagen
wir manchmal auszuschlagen.

Doch eigentlich sind Pferde zahm.
Ein Schuft, wer Pferde schlüge!
Wer je ein Pferd beim Zügel nahm,
der weiß, dass ich nicht lüge.
Ich glaube an das Gute
im Hengst und in der Stute.

Voll Leichtigkeit, voll Eleganz
und Schönheit sind die Pferde.
Ich kämm mir einen Pferdeschwanz,
damit ich auch so werde.
Dann hoppel ich behände
wie’n Pferdchen durchs Gelände.
Wolfgang Reuter, 12.12.2006
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